Wennen II
Als het zomer wordt, ineens, heftig, nu. En als ik merk dat ik er eigenlijk niet klaar voor ben. Telkens sta ik weer met te veel kleren op straat, temidden van mensen in korte broeken en mauwen en zonnebrillen, terwijl mijn jas al nutteloos over mijn arm hangt. Om me heen roodgelakte tenen in sandaaltjes, groen, paars geel, patronen op jurken die zicht op een al bruine rug geven. Iedereen zijn ideaalgewicht, hoofd en houding rechtop, naar de zon toe. Zomaar. Mijn jas weegt zwaar. En ik kan niet uitsluiten dat er druppels zweet op mijn voorhoofd staan.
Maar gisteren, toen regende het ineens, heftig en mooi, de hele dag door. Ze schuilden onder afdaken en er waren watervlekken op hun kleren, het haar in der waar, ondanks de paraplus. God, de paraplus die niet dicht wilden, die de wind omwaaide en die de tassen in de weg waren, die je nergens kwijt kon en die uren nat bleven. Ik stond er ook bij, maar je zag me niet meer.
Paul
Ik herinner me ineens een Amerikaanse vriend van mijn broer. De vriend belde ooit op en wou zijn adres hebben. Ik spelde de naam van de stad waar mijn broer toen woonde verkeerd. De Amerikaanse vriend van mijn broer was één, soms twee jaar later met bezoek toen mijn grootmoeder op het sterfbed lag. Hij was bij de begrafenis toen alles al wit van de sneeuw was en koud. Ondertussen is de Amerikaanse vriend van mijn broer overleden. Mijn broer was er toen zijn vriend op het sterfbed lag. Bij het begrafenis was het heet en het verlies brandde op de huid. Vandaag is het grijs en het begint net te regenen. Ik zit in gedachten aan mijn bureau, tussen alle papieren die ik uit gebrek aan tijd niet heb kunnen sorteren.
Der Sessel
Der Sessel steht in der Wohnzimmerecke. Er hat ein verblasstes Blumenmuster. Man kann von einer Blume zur nächsten gucken, über den ganzen Sessel. Es ist ein sehr großer Sessel. So ein Ohrensessel mit hoher Lehne. Als Kind bin ich regelrecht in ihm versunken. Ich erinnere mich, wie ich mich hochgezogen habe, und wie die Füße kurz in der Luft hingen, bevor ich sicher auf der Sitzfläche war. Wenn ich mich dort hingestellt habe, konnte ich nur auf Zehenspitzen über die Lehne schauen. Das war vor Papas Krankheit. Der Sessel steht in meiner Erinnerung genau so unverwüstbar in einer Ecke wie in unserem Wohnzimmer. Ich erinnere mich sogar deutlicher an ihn als an Jonas damals. Ich durfte nicht weitersagen, dass Jonas manchmal heimlich ferngesehen hat, dass weiß ich noch. Und ich erinnere mich an seine Konfirmation und dass ich neidisch war auf all die Geschenke und auf die Kinder, die sie vorbeibrachten und für die ein großer Korb mit Süßigkeiten bereit stand. Der Sessel war schon lange vor mir da. Mama erzählt gerne die Geschichte, wie Papa ihn eines Tages vom Sperrmüll mitbrachte. Er sah schon genauso alt aus wie jetzt, sagt sie, und dass es für ihn eigentlich keinen Platz in der Wohnung gab. Sie hätte sich darauf eingelassen, weil sie dachte, dieses marode Ding halte eh nicht lange. Sie hatte Unrecht, der Sessel hat gehalten. Er ist immer noch da. Ich glaube, sie nimmt es ihm übel.
In der Zeit nach Papas Tod hat sie oft darin gesessen. Sie hat vor sich hin gestarrt und ihre Hände schienen die Armlehne zu zerdrücken. Früher, als Papa noch lebte und als Jonas noch zu Hause war, da nahm der Sessel vielleicht Platz weg. Jetzt ist es leer geworden. Der Sessel ist immer mehr geschrumpft. Um auf die Sitzfläche zu gelangen, muss ich nicht mehr klettern, sondern in die Knie gehen. Ich sitze da und gucke ins Zimmer und es ist still. Ich ertappe mich dabei, dass ich darauf warte, dass die Tür aufgeht und Papa nach Hause kommt. „Du sitzt ja in meinem Sessel“, würde er scherzend sagen und mir über die Haare streichen.
Die Wohnungstür fällt ins Schloss. “Tut mir leid, es ist ein bisschen später geworden, Lisalein“, entschuldigt sich Mama. „Ich musste noch ein paar Sachen erledigen, vor Weihnachten häuft sich immer alles so. Ist Jonas schon da?” „Ja, seit heute Mittag. Er räumt in seinem Zimmer rum.“ „Gut, dann begrüße ich ihn mal. Ach ja, Marianne und Wolfgang kommen noch kurz vorbei. Sie fahren über die Feiertage weg und wollen uns unser Geschenk geben.“ Marianne ist Mamas Schwester, und sie hat eine Leidenschaft für Markenprodukte und Dekoration. Sie legt zum Beispiel immer Bücher auf ihren Wohnzimmertisch, die farblich zur Sofagarnitur passen und ist ständig auf der Suche nach Angeboten. Papa hat darüber gerne Scherze gemacht. Ich ziehe die Beine an und lege das Kinn auf die Knie. Wir müssen nachher auch noch den Weihnachtsbaum aufstellen. Das ist jetzt Jonas’ Aufgabe. Früher haben wir immer ein Familienfoto mit dem geschmückten Baum gemacht. Wir haben damit aufgehört, es ging nicht mehr. Es gibt auch keine Fotos von Papas Krankheit. Ich sehe ihn in Gedanken vor mir, wie er im Sessel sitzt, nachdem er aufhören musste zu arbeiten. Manchmal bin ich zu ihm hingegangen und habe mich an ihn gekuschelt. Wir wussten in der Zeit alle oft nicht, was wir sagen sollten. Eigentlich wissen wir es immer noch nicht.
Der Sessel ist rot. Sehr rot. Er ist überall rund. Er sieht ein bisschen aus wie die Daunenmäntel, die im letzten Winter in waren. Es ist ein Markensessel, Classico Mobile oder so. Marianne war sehr stolz darauf. “Jetzt könnt ihr diesen alten gammeligen Sessel endlich entsorgen”, hat sie gesagt. Wir stehen im Flur und betrachten das Geschenk. “Also eigentlich ist er doch nicht schlecht“, sagt Jonas. Er befühlt das Material. „Der hat sicher viel Geld gekostet.” "Ach was, das war ein Angebot”, halte ich dagegen. Jonas setzt sich und wippt ein bisschen. Widerspenstig heben sich die Vorderbeine des Sessels ein Stück vom Boden. „Willst du auch mal probesitzen?“ Ich schüttele den Kopf. „Pass auf, dass du ihn nicht gleich kaputt machst, Jonas“, sagt Mama besorgt. Das Leder vom Sessel macht ein quietschendes Geräusch. Ein eigenartiger Geruch geht davon aus, klinisch. Ich setze wieder an: “Wir brauchen doch überhaupt keinen neuen Sessel.“ „Naja, ich habe schon mal darüber nachgedacht. Das Wohnzimmer würde ganz anders wirken.“ „Du willst doch nicht sagen, dass du das Ding hübsch findest?” Ich nicke mit dem Kopf in Richtung des Sessels. “Es wäre nicht meine erste Wahl gewesen”, sagt Mama zögernd. „Wenn es ein Angebot war, können wir es sicher nicht umtauschen.“ Ich verschränke die Arme und kaue auf meiner Unterlippe. Warum muss Marianne aus allen möglichen Dingen gerade einen Sessel auswählen? Jonas streckt die Beine darin aus. Wir betrachten ihn und schweigen eine Weile. „Lass mich auch mal, Jonas“, sagt Mama. Jonas steht auf und geht zur Seite. Das Leder quietscht. Mama rutscht ein bisschen auf der Sitzfläche hin und her. Sie legt ihre Arme auf die Seitenlehnen, drückt den Rücken in das Polster und schließt die Augen. Ich sehe, wie sie ihre Hände leicht anspannt. Auf der Armlehne entstehen kleine Gruben um ihre Finger herum. Sie öffnet die Augen und schaut auf. “Vielleicht hast du recht Lisa. Vielleicht bringen wir Mariannes Sessel einfach auf den Sperrmüll. Da kann ihn jemand anders mitnehmen. Für uns ist er wohl noch zu neu.”
Hulpeloosheid
Achter de deur van de dames wc staat een klein meisje, met haar hoofd naar de muur. Er is niemand op de wc’s, en niemand bij de wastafels. Alleen het kleine meisje. “Is alles goed? Je staat hier zo alleen?” Het meisje schuift wat dichter tegen de muur aan. Ik maak me kleiner, totdat ik op haar hoogte ben. “Kan ik je helpen?” Het meisje draait naar me toe, tranen in haar ogen. Ze snik, snik, snikt. “Ik krijg mijn knopen niet dicht.” Ze wijst op haar rode broek. “Zal ik ze even voor je dicht doen? Dat gaat ook niet makkelijk zeg. Zo, kijk eens. Wacht je moeder buiten?” Het meisje knikt. Snikt. Gaat.
Op een vreemde wc staan. Je bent al een groot meisje, want je kunt alleen naar de wc. Je krijgt je gulp niet dicht. Je wilt niet met een open broek naar buiten gaan. Eigen herinneringen. Het gevoel van hulpeloosheid. Het gevoel dat ik vandaag misschien voor het eerst echt iemand heb kunnen helpen.
Das ist nicht so richtig Lyrik was du da machst
Jan Böttcher is schrijver en zanger. Hij woont sinds 1993 in Berlijn en werd hier bekend met de band
Herr Nilsson. Tevens krijgt hij ook een naam in het literaire wereldje. Zijn debutroman
Lina oder: Das kalte Moor verscheen 2003, en zijn tweede roman is in werking. Jan Böttcher vertelt hoe hij bij het schrijven en de muziek kwam, en over de verschillen van songteksten en literatuur, en zingt een nummer van de laatste CD.